Artikel: Strickdichte bei Merinowolle verstehen

Strickdichte bei Merinowolle verstehen
Wenn du unsere Strickwaren durchstöberst und auf der Produktseite eine "gg"-Angabe entdeckst, erklären wir dir hier, was das bedeutet und warum es wichtig ist.
Was ist die Strickdichte?
Die Strickdichte, angegeben in "gg", misst die Anzahl der Nadeln pro Zoll auf der Strickmaschine, die zur Herstellung des Stoffs verwendet wird. Diese Angabe gilt speziell für gestrickte Kleidungsstücke wie Pullover, Strickjacken und grobe Strickwaren, nicht für die glatteren Jerseygewebe, die bei Baselayern und T-Shirts zum Einsatz kommen.
Eine niedrigere Strickdichte bedeutet weniger Nadeln pro Zoll, was zu einem gröberen, offeneren Strick mit sichtbarer Textur führt. Eine höhere Strickdichte bedeutet dichter beieinanderliegende Nadeln, was einen feineren, glatteren Stoff ergibt.
Die wichtigsten Strickdichten
- Grober Strick (ca. 3gg): Offen, strukturiert und optisch markant. Die Art von Strick, die man schon von der anderen Seite des Raums erkennt. Grobe Strickwaren fangen viel Luft zwischen den Fasern ein und wärmen dadurch sehr gut, eignen sich aber am besten als eigenständige äußere Schicht und nicht zum Tragen unter einer Jacke.
- Mittlere Dichte (ca. 7gg): Eine vielseitige Mitte mit leicht sichtbarer Maschentextur, aber einer körpernäheren Passform als grobe Strickwaren. Strickwaren mit mittlerer Dichte sind schick genug für den Alltag und warm genug für ein Schichtsystem.
- Feinstrick (ca. 12gg): Deutlich glatter und edler im Aussehen. Feinstrickwaren liegen enger am Körper an, lassen sich besser unter Oberbekleidung schichten und haben eine sauberere Optik, die sowohl im Alltag als auch draußen funktioniert.
- Ultra fein (ca. 18gg): Die engste Strickkonstruktion. Ultra feiner Strick erzeugt eine sehr glatte, fast jerseyartige Oberfläche. Der optische Unterschied zu einem Baselayer ist gering, aber Struktur und Fall eines gestrickten Stoffes sind nach wie vor deutlich spürbar.
| Strickdichte | Aussehen | Schichtung | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Grob (3gg) | Offen, strukturiert, markant | Nur als Einzelschicht | Lässige Außenschichten |
| Mittel (7gg) | Leicht texturiert, körpernah | Nur unter weiten Oberschichten | Lifestyle, leichte Aktivitäten |
| Fein (12gg) | Glatt, minimale Textur | Unter den meisten Oberschichten | Sport, Alltag |
| Ultra fein (18gg) | Fast wie Jersey | Problemlos, kaum Mehrvolumen | Technische, kompakte Schichten |
Warum das bei der Wahl von Strickwaren wichtig ist
Die Strickdichte beeinflusst mehr als nur das Aussehen. Offenere Strickwaren trocknen etwas langsamer und können leichter hängen bleiben, halten aber mehr Luft ein und haben viel visuellen Charakter. Engere Strickwaren sind strömungsgünstiger, lassen sich besser schichten und sind auf lange Sicht in der Regel strapazierfähiger.
Keine ist im absoluten Sinne besser, es kommt darauf an, was du von dem Kleidungsstück erwartest.
Eine schnelle Faustregel
Du willst für den Tag eine warme Schicht, die gut aussieht? Dann wähle mittlere oder grobe Strickdichte. Geht es in die Kälte und du möchtest eine Jacke darüber tragen? Dann ist feiner oder ultra feiner Strick die bessere Wahl zum Schichten. Du willst einfach etwas, das die Lücke zwischen technischem Layer und Alltagsstück schließt? Dann ist feiner Strick wahrscheinlich die beste Wahl.


































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